Kirche am Eixelberg

Der Legende nach ließ Landraf Ulrich II. von Leuchtenberg im Jahr 1342 auf dem Eixlberg eine Kapelle zu Ehren der hl. Barbara errichten. Zutreffend ist, dass im Bereich des Eixlberges Bergbau betrieben wurde und vmtl. deswegen für das Patrozinium der Kapelle die hl. Barbara als Schutzpatronin der Bergleute gewählt wurde.

1621 wurde der seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts nachgewiesene Kapellenbau durch mansfeldische Kriegstruppen zerstört. Erst 1647 war der Wiederaufbau mit der landesherrlichen Stiftung von zwei Glocken abgeschlossen. Im Zuge der von Herzog Max Philipp, Landgraf von Leuchtenberg forcierten Wiederbelebung der Wallfahrt entstand in den Jahren 1700-1702 ein Neubau durch den Baumeiser Johann Meier aus Neustadt a.d.WN. Die Konsekration erfolgte erst 1711. Der eingezogene Chor umfasst zwei Joche und dreiseitigem Schluss.

Das Langhaus hat vier Joche. Chor und Langhaus haben Tonnengewölbe mit Stichkapppen auf weitschattendem verkröpften Gebälk. Den Hochalter von 1713 mit dem aus dem frühen 16. Jh. stammendem Gnadenbild fertigten der Schreiner Johann Jakob Schöpf (1665-1715) und der Bildhauer Christian Träxl. Von dem in Stadtamhof ansässigen Schöpf stammt auch der Hochalter der Benediktiner-Stiftskirche Niederalteich. Mit dem Eixlberger Altar schuf er zeitgleich den Hauptaltar der Klosterkirche in Metten. Die Seitenaltäre sind spätere Arbeiten von 1739 des Amberger Schreiners Georg Wolf Bacher und dem ebenfalls in Amberg tätigen Bildhauers Johann Peter Hirsch. Die Fassmalerarbeiten führte Georg Mathias Pösl aus Amberg aus.

Das nicht unbedeutende Hochalterblatt besteht aus zwei unterschiedlichen Werken, wobei das Zentralmotiv, die Darstellung des hl. Jospeh, auf die seinerzeitige Landesherrschaft, der Fürsten von Lamberg, schließen lässt. Die derzeitgen Seitenaltarblätter stammen aus dem 19. Jahrhundert und wurden vom Amberger Maler Joh. Baptist Ernstberger geschaffen.

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